Geschenke und die steuerliche Absetzbarkeit

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Geschenke und die steuerliche Absetzbarkeit
Anlässe für Kundenpräsente oder Mitarbeitergeschenke

Egal ob Unternehmenspräsente, Kunden- oder Mitarbeitergeschenke, sie zählen heutzutage zum guten Ton und sind oft ein Bestandteil von Kundenbindungsmaßnahmen. Es gibt viele Anlässe die man nutzt, um sein Unternehmen bei seinen Kunden oder Geschäftspartner ins rechte Licht zu rücken. Nicht zu vergessen sein die Geschenke die man Mitarbeiter macht.

  • Weihnachten
  • Jubiläum Mitarbeiter oder Unternehmen
  • Dank für besondere Leistungen
  • Geburtstag
  • Heirat
  • Geburt eines Kindes

So bekommen ihr Unternehmen alle Jahre wieder, die Chance sich mit Geschenken bei Kunden und Mitarbeitern zu bedanken! Steuerlich hat das schenken allerdings seine Grenzen! Unter Umständen kann es passieren, dass die Kosten nicht als Betriebsausgaben angesetzt werden können. Wir verraten ihnen was Sie beachten müssen!

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In der Auflistung erhalten sie einen kleinen Überblick,über die Fallstricke der gesetzlichen Regelungen. 

1. Geschenke an Kunden oder Geschäftspartner: Streuartikel bis 10 EUR (brutto)

Bei Streuwerbeartikeln bis 10 EUR oder bei geringwertigen Warenproben (Weine) handelt es sich nicht um Geschenke i. S. d. § 4 Abs. 5 Nr, 1 EStG. Streuwerbeartikel dienen vielmehr dazu, eine Vielzahl von Menschen zu erreichen und damit den Bekanntheitsgrad des Unternehmens zu steigern. Es nicht erforderlich, die Namen der Empfänger aufzuzeichnen!

Geschenke bis 35 (brutto)

Im Jahr können sie jedem ihrer Kunden Geschenke im Wert von 35 Euro inklusive der Mehrwertsteuer, also brutto, einmalig beschenken.

  • Bis 35 Euro pro Jahr werden Geschenke als Betriebsausgaben anerkannt, Sie können dann die Umsatzsteuer als Vorsteuer gelten machen und bekommen Sie erstattet, sofern sie als Unternehmen / Unternehmer Vorsteuer abzugsberechtigt sind.
  • Der Wert von 35 Euro gilt als Nettowert, wenn  der Beschenkte selbst Vorsteuer abzugsberechtigt ist.
  • Ist das nicht der Fall (beispielsweise bei Ärzten) gilt die 35 Euro Grenze als Bruttowert!
Was ist für das Finanzamt zu beachten?

Grundsätzlich müssen Sie immer genau dokumentieren, welche Geschenke Sie an welchen Kunden / Geschäftspartner ausgegeben haben. Erstellen Sie einen Nachweis, in der Form Name, Anlass, Geschenk & Betrag. Beachten Sie außerdem, dass der Betrag von 35 Euro pro Jahr gilt. Wenn Sie einem Kunden also beispielsweise zu Weihnachten und zu seinem Geburtstag etwas schenken, so zählen die Summen aller Geschenke im jeweiligen Jahr zusammen.

Geschenke über 35 Euro – was ist zu tun?

Wenn Sie Kundenpräsente über 35 Euro verschenken möchten, ist das natürlich trotzdem möglich. Allerdings können Sie keine Vorsteuerabzug gelten machen! Die Kosten für diese Geschenke werden dann nicht Betriebsausgaben angesehen. Wenn Ihr Kunde ebenfalls Unternehmer ist, so ist er verpflichtet, alle Geschenke (unter und über 35 Euro) als Betriebseinnahme zu erfassen und versteuern.

2. Geschenke für Mitarbeiter Grundregeln für Mitarbeitergeschenke mit persönlichem Anlass

Die steuerliche Grenze für Mitarbeitergeschenke liegt etwas höher als bei Präsenten für Kunden oder Geschäftspartner.

Es gilt folgendes:

  • Für Mitarbeitergeschenke bis zu 60 Euro, es fallen keine Lohnsteuern und keine Sozialversicherungsbeträge an.
  • Die Grenze gilt im Vergleich zu Kundenpräsenten für Mitarbeitergeschenke nicht pro Jahr, sondern pro Anlass.
  • Unternehmen verbuchen Mitarbeitergeschenke als Betriebsausgabe – unabhängig von der Summe.
  • Ein Vorsteuerabzug ist nicht möglich!
  • Achtung Weihnachten ist kein persönlicher Anlass! – die Grenze ist hier 44 Euro pro Geschenk und Mitarbeiter.
Pauschale Besteuerung von Geschenken

Damit ihren Kunden oder Mitarbeitern die Freude über das Geschenk nicht das Finanzamt verdorben wird, können sie als Schenkender die Besteuerung der Sachgeschenke pauschal mit 30 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer übernehmen.

Sinnvoll ist es dass Sie dem Empfänger mitteilen, dass Sie die Besteuerung übernommen haben. Der Schenkende ist sogar zur Unterrichtung der Versteuerung des Geschenks verpflichtet – ansonsten muss er dem Beschenkten den Preis des Geschenkes mitteilen, so dass dieser den Wert selbst versteuern kann!

3. Kosten für Verpackung und Versand

Die Kosten für die Verpackung und Versandkosten gehören nicht zur Summe der Aufwendungen!

 

Hätten Sie das gewusst?

So und nun wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Schenken.

Gerne übernehmen wir den kompletten Versand ihrer Geschenke, sie erhalten dann eine Aufstellung über die Geschenke, die sie als Vorlage für das Finanzamt verwenden können. www.cru.de

Ihr Michael Landrock

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